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Da Kall, da die Setze ajs Paurische iewosetzt hoot hejsst Harald Richter. On die Rechtolan worn sechs Kendo unn wohnta aj do Humbrecke, die jetz Bojischtje hejst. Mir honn immo dohejme un a nooch do Votreibunk Paurisch gesprocha. Bis of die zwee jengsta Schwastan. Wajlmo mit dana immo Huchdajtsch gerett honn. Ich weess a nee warum. Vollecht, doss Paurisch vurnehmo geklonga hoot. Denn aj do Stoudt, aj Trautna wohr Paurisch nee sehr ougesahn, unn olle honn Huchdaitsch gerett, jedenfolls doss, wosse dofier gehaala honn.

 

Aja siepzicho Juhrn bin ich nochom Krieche zum ersta Mohl aj die ahle Hejmot gekumma. On hommo domols aj do Jonga Buche die Familie Tschepelka kenna gelernt. Unn mit dahna Paurisch gerett. Unn ich hou gesahn wie a Stohrla. Do ahle Tschepelka hoot genau a su gerett wie mir!

 

Ich koun sohrn: dos Paurische is werklich majne Muttosprooche. Unnd a off damm Hejmottraffa – die meesta worn aj Würzburg – hou ich mich immo gefreet, wenn ich ejne ganze Wetze Laite getroffa hou, die olle onsan Dialekt gerett houn.

 

Jetzt wahns  halt immo wingo, die noch rechtik Pauan kenna. Unn onsere schiene Muttosprooche wat wull bahl amohl aussterwa wie dos Lateinische.

Mir sajn halt die letzta Mohikano. Egal. A su giehts halt aj do Welt. Su lange mir nooch laawa, laabt dos Paurische nooch. Mit memm Paurisch hou ich immo nooch a Steckla Hejmot aj mir. Unn es freet mich, doss ess sogohr nooch enn Bimscha hoot, da sich fiers Paurische

 interessiert.

 

 

Überschreibung in Hochdeutsch

 

 

Der Kerl, der die Sätze in das Paurisch übersetzt hat, heißt Harald Richter. In der Familie Richter waren sechs Kinder und wohnten in der Hohenbruck, die jetzt Bojischtje/Bojiště heißt. Wir haben immer zu Hause und auch nach der Vertreibung Paurisch gesprochen. Bis auf die zwei jüngster Schwestern. Weil wir mit denen immer Hochdeutsch gesprochen haben. Ich weiß nicht warum. Vieleicht, dass Paurisch wohl nicht mehr geklungen hat. Denn in der Stadt, in Trautenau war Paurisch nicht gut angesehen, und alle haben Hochdeutsch gesprochen, jedenfalls dass, was sie dafür gehalten haben.

 

 

In den siebziger Jahren bin ich nach dem Krieg zum ersten Mal in die alte Heimat gekommen. Und habe damals in Jungbuch die Familie Tschepelka kennen gelernt. Und mit denen paurisch gesprochen. Und ich guckte wie ein Star. Der alte Tschepelka hat genau wie wir gesprochen!

 

Ich kann sagen: Das Paurisch ist wirklich meine Muttersprache. Und auf dem Heimattreffen – die meisten waren in Würzburg – habe ich mich immer gefreut, wenn ich eine ganze Gruppe Leute getroffen habe, die alle unsern Dialekt gesprochen haben.

 

Jetzt waren es leider immer weniger, die noch richtig Pauern kennen. Und unsere schöne Muttersprache wird wohl bald mal aussterben wie das Lateinische. Wir sind halt die letzten Mohikaner. Egal. So geht es halt in der Welt. Solange wir noch leben, lebt noch das Paurisch. Mit meinem Paurisch habe ich immer noch ein bisschen (Stückchen) Heimat in mir. Und es freut mich, dass es sogar noch einen Böhmischen gibt, der sich für das Paurisch interessiert.

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